Vom 6. bis 9. Juni 2025 fand die jährliche Juleica-Grundausbildung der Solijugend in Pforzheim statt. Insgesamt nahmen 16 angehende Jugendleiter*innen teil. Die Gruppe setzte sich überwiegend aus Mitgliedern der Solijugend beziehungsweise des RKB zusammen, war jedoch – wie fast immer – bewusst verbandsoffen. Auch Teilnehmende aus anderen Vereinen und Verbänden brachten ihre Erfahrungen und Perspektiven ein. Diese Vielfalt erwies sich erneut als großer Gewinn für die Ausbildung, da unterschiedliche Prägungen, Haltungen und Zugänge zur Jugendarbeit in einen respektvollen und konstruktiven Austausch kamen. So nahm unter anderem auch ein Mitglied einer pietistischen Freikirche teil.
Blended Learning mit der Soli-Academy
Wie bereits im Vorjahr wurde die Juleica-Grundausbildung als Blended-Learning-Format umgesetzt. Im Vorfeld bearbeiteten die Teilnehmenden mehrere Module selbstständig über die Soli-Academy. Den Einstieg bildete ein gemeinsames Online-Auftakt-Meeting, in dem die Plattform vorgestellt sowie organisatorische und inhaltliche Fragen geklärt wurden. Während der gesamten Onlinephase erhielten die Teilnehmenden regelmäßiges Feedback und fachliche Begleitung durch Géraldine Cromvel und Tilmann Ziegenhain, Jugendbildungsreferent*innen der Solijugend, die die Ausbildung auch im Präsenzteil als Teamer*innen durchführten.
Inhaltlich setzten sich die Teilnehmenden im Online-Teil intensiv mit zentralen Grundlagen der Kinder- und Jugendarbeit auseinander. Dazu gehörten unter anderem Entwicklungspsychologie, Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, Aufsichtspflicht, Haftung und Jugendschutz, Prävention sexualisierter Gewalt sowie Adultismus und Mitbestimmung. Die Online-Module verbanden fachliche Inputs mit praxisnahen Fallbeispielen, Selbstreflexion und interaktiven Aufgabenformaten wie Blogbeiträgen, Padlets oder Quizzes und schufen damit eine fundierte Grundlage für die vertiefende Arbeit im Präsenzteil.
Präsenzteil in Pforzheim
Der Präsenzteil der Ausbildung fand in der Pforzheimer Innenstadt statt. Aus organisatorischen Gründen war die Juleica-Gruppe dieses Mal nicht am selben Ort untergebracht wie das parallel stattfindende Pfingsttreffen, das auf der Burg Rabeneck durchgeführt wurde. Während der Präsenztage arbeiteten die Teilnehmenden methodisch abwechslungsreich und praxisnah an gruppenpädagogischen Fragestellungen, an ihrer Rolle als Jugendleiter*innen sowie an Fragen von Haltung, Verantwortung und Führung. Thematische Schwerpunkte lagen unter anderem auf Gruppenphasen, Rollen in Gruppen, Führungsstilen, Kommunikation und Rhetorik. Spielerische Methoden, praktische Übungen und Reflexionsphasen machten Gruppenprozesse sichtbar und stärkten die Handlungssicherheit für den Jugendgruppenalltag.
Theorie trifft Praxis
Am Pfingstmontag kamen schließlich Theorie und Praxis zusammen: Die Teilnehmenden der Juleica-Grundausbildung fuhren zur Burg Rabeneck und gestalteten dort Programmpunkte für die Kinder und Jugendlichen des Pfingsttreffens. Mit Spielen, Bastelangeboten und kreativen Aktionen konnten sie das zuvor Erlernte unmittelbar anwenden und erste Erfahrungen in der eigenständigen Gruppenleitung sammeln. Der direkte Transfer von Theorie in die Praxis verdeutlichte einmal mehr den hohen Stellenwert der Juleica-Ausbildung für eine qualifizierte, verantwortungsbewusste und reflektierte Jugendarbeit.
