Am 24. und 25. Oktober 2025 kam der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) zu seiner jährlichen Vollversammlung in Dresden zusammen, um zentrale jugendpolitische Weichenstellungen zu beraten. Die Solijugend war erneut mit zwei Delegierten vor Ort vertreten und beteiligte sich aktiv an den Beratungen, Abstimmungen und inhaltlichen Auseinandersetzungen.
Vorstandswahlen im DBJR
Im DBJR werden die Vorstandsmitglieder alle zwei Jahre neu gewählt. In diesem Jahr gab es dabei zwei Besonderheiten: Einerseits wurde die Wahlordnung erneuert, andererseits gab es mehr Kandidierende für die stellvertretenden Vorsitzenden als Plätze zur Verfügung standen. Da alle Kandidierenden einzigartige Erfahrungen, Fähigkeiten und Kontakte mitbringen, war es ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Letztendlich setzten sich neben den Vorsitzenden Daniela Broda (Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland) und Wendelin Haag (Naturfreundejugend) Lena Bloemacher (Bund der Deutschen Katholischen Jugend), Özge Erdoğan (Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland), Regina Gehlisch (DGB-Jugend), Sophie Schmitz (Bundesjugendwerk der AWO), Jonathan Schweizer (SJD – Die Falken) und Moritz Tapp (BUNDjugend) durch.
Wir gratulieren dem neuen Vorstand und bedanken uns herzlich bei Lea Herzig (DGB-Jugend), Loreen Schreck (SJD – Die Falken) sowie Raoul Taschinski (Jugend des Deutschen Alpenvereins) für ihre Arbeit im bisherigen Vorstand.
Inhaltliche Debatten und Beschlüsse
Neben den Vorstandswahlen wurde auf der Vollversammlung ein breites Spektrum an Positionspapieren und Arbeitsgrundlagen diskutiert, beraten und beschlossen. Angefangen mit sozialpolitischen Themen wie einem sozial gerechten Klimaschutz und dem Erhalt der Förderung ziviler Seenotrettung, über die Prävention vor und Hilfe bei sexualisierter Gewalt bis hin zu kulturellen Themen wie digitaler Teilhabe und dem KulturPass wurden insgesamt neun Anträge beschlossen. Insbesondere beim Feinschliff des Arbeitsauftrages an den frisch gewählten Vorstand zum Umgang mit rechten Krisendeutungen brachten sich die Delegierten der Solijugend diskussionsfreudig ein.
Austausch über Verbandsgrenzen hinweg
Neben den formalen Tagesordnungspunkten bot die Vollversammlung zahlreiche Gelegenheiten für den informellen Austausch zwischen den Jugendverbänden. Die Solijugend nutzte diese Chance, um abseits der Debatten im Plenum und in den Nachtarbeitsgruppen mögliche gemeinsame Reaktionen auf die „Stadtbild“-Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zu diskutieren. Der Austausch stärkte bestehende Arbeitsbeziehungen und eröffnete neue Perspektiven für zukünftige Zusammenarbeit.
Einordnung und Perspektive
Die Vollversammlung 2025 hat erneut verdeutlicht, welchen Stellenwert der DBJR als gemeinsame Plattform der Jugendverbände für eine starke jugendpolitische Interessenvertretung einnimmt. Die Solidaritätsjugend Deutschlands blickt positiv auf die eigene Beteiligung zurück und wird sich auch künftig in die Arbeit des Bundesjugendrings einbringen. Ziel bleibt es, die Anliegen junger Menschen sichtbar zu machen und die Zusammenarbeit mit dem DBJR sowie den Mitgliedsorganisationen nachhaltig weiterzuentwickeln. Unser besonderer Dank gilt den beiden Delegierten Rebecca Kuliga und Pascal Kieper für ihren engagierten Einsatz während der Vollversammlung.

