Gruppenfoto der Teilnehmenden des Vorbereitungstreffens. Sie stehen vor einer großen Haustür und lächeln in die Kamera
Auftakt in Casablanca: Vorbereitung der trinationalen Grundausbildung für interkulturelle Jugendleiter*innen

Vom 15. bis 18. Sep­tem­ber 2026 fand das Vor­bere­itungstr­e­f­fen zu unser­er deutsch-franzö­sisch-marokkanis­chen Grun­daus­bil­dung für interkul­turelle Jugendleiter*innen in Casablan­ca statt.

Die vom Deutsch-Franzö­sis­chen Jugendw­erk (DFJW) zer­ti­fizierte Aus­bil­dung find­et im Rah­men des Region­al­net­zw­erks „Diver­sität und Par­tizipa­tion“ zwis­chen Hes­sen und Nou­velle-Aquitaine („DiPa-Nou­velle-Hes­squitaine“) statt. Ziel der Aus­bil­dung ist es, junge Men­schen zwis­chen 18 und 30 Jahren zu befähi­gen, eigene interkul­turelle Jugend­begeg­nun­gen zu organ­isieren und durchzuführen. Ein beson­der­er Schw­er­punkt liegt neben dem interkul­turellen Ler­nen auf der Ein­beziehung junger Men­schen, die erschw­erten Zugang zu inter­na­tionalen Jugend­begeg­nun­gen haben. Gle­ichzeit­ig trägt die Aus­bil­dung dazu bei, nach­haltige Struk­turen im noch jun­gen Region­al­net­zw­erk aufzubauen. Als Multiplikator*innen sollen die aus­ge­bilde­ten Teamer*innen die Ziele der Diver­sitäts- und Par­tizipa­tion­sstrate­gie in ihre weit­ere Arbeit hinein­tra­gen. Die Idee für die tri­na­tionale Grun­daus­bil­dung ent­stand aus dem Wun­sch, die langjährige Zusam­me­nar­beit mit unserem marokkanis­chen Part­ner AMEJ nach Coro­na wieder zu intensivieren.

In Casablan­ca dabei waren:

  • Car­oli­na Sachs, Ref­er­entin für Inter­na­tionale Jugend­bil­dung der Soli­ju­gend und aktuell kom­mis­sarische Koor­di­na­torin des Region­al­net­zw­erks DiPa-Nou­velle-Hes­squitaine, Berlin
  • Youssef Abid, Aus­bilder für die DFJW-Grun­daus­bil­dung und ehre­namtlich bei Wilde Rose e. V. aktiv, Frank­furt am Main/Casablanca
  • Garance Thau­vin, Aus­bilderin für die DFJW-Grun­daus­bil­dung und langjährige interkul­turelle Trainer­in, Berlin
  • Stel­la Gaert­ner, Sprach­bild­ner­in für Erwach­se­nen­bil­dung und Aus­bilderin für die DFJW-Grun­daus­bil­dung, Marseille
  • Alp Kocak, Grün­der von Action Inclu­sive und Pro­jek­tleit­er von DFJW- und „Erasmus+“-Projekten, Niort
  • Sanaa Boukil­loud, Mit­glied des AMEJ-Vor­stands und Ver­ant­wortliche für inter­na­tionale Part­ner­schaften, Rabat

Für die Soli­ju­gend war das Tre­f­fen ein beson­der­er Auf­takt: Mit Action Inclu­sive set­zen wir erst­mals ein gemein­sames Pro­jekt um. Umso wichtiger war es, sich per­sön­lich ken­nen­zuler­nen, die jew­eili­gen Arbeitsweisen und Per­spek­tiv­en bess­er zu ver­ste­hen und ein gemein­sames Ver­ständ­nis für die bevorste­hende Aus­bil­dung zu entwickeln.

Während die Zusam­me­nar­beit mit Action Inclu­sive neu begin­nt, kann die Soli­ju­gend bei den bei­den anderen Part­nern auf langjährige gemein­same Erfahrun­gen zurück­greifen: Mit AMEJ verbindet uns eine über 30-jährige Part­ner­schaft, mit der Wilden Rose beste­ht seit 2019 eine enge Zusam­me­nar­beit. Ergänzt wurde das Vor­bere­itung­steam durch drei erfahrene Trainer:innen aus Deutsch­land, Frankre­ich und Marokko, die die Grun­daus­bil­dung leit­en werden.

Neben dem gegen­seit­i­gen Ken­nen­ler­nen stand vor allem die inhaltliche Konzep­tion im Mit­telpunkt. Gemein­sam wur­den die Ziele der tri­na­tionalen Grun­daus­bil­dung geschärft, das Aus­bil­dung­spro­gramm in drei Phasen gegliedert und konkrete Rollen und Auf­gaben verteilt.

Dabei ging es nicht nur um päd­a­gogis­che Inhalte: Auch organ­isatorische, admin­is­tra­tive, finanzielle und logis­tis­che Fra­gen wur­den gemein­sam gek­lärt. So ent­stand Schritt für Schritt ein gemein­samer Fahrplan für die dre­it­eilige Grun­daus­bil­dung: Teil 1 find­et Ende 2026 in Marokko statt, Teil 2 und Teil 3 fol­gen 2027 in Frankre­ich und Deutschland.

Vier inten­sive Tage in Casablan­ca haben gezeigt, welch­es Poten­zial in echter Begeg­nung und gemein­samer Pla­nung steckt. Die unter­schiedlichen Erfahrun­gen und Per­spek­tiv­en der beteiligten Part­ner und Trainer*innen sorgten für inten­sive Diskus­sio­nen, neue Ideen und immer wieder für den Blick über die eige­nen Gren­zen hin­aus. Casablan­ca war damit nicht nur Tre­ff­punkt, son­dern der gemein­same Start­punkt für die kom­mende Aus­bil­dung: Mit einem abges­timmten Konzept, klar verteil­ten Auf­gaben und vie­len neuen Impulsen gehen die Part­ner nun in die näch­ste Phase: Vom 13. bis 20. Dezem­ber 2026 find­et in Casablan­ca der erste Teil der tri­na­tionalen Grun­daus­bil­dung statt.

Die tri­na­tionale Grun­daus­bil­dung für interkul­turelle Jugendleiter*innen wird durch das Deutsch-Franzö­sis­che Jugendw­erk (DFJW) und Eras­mus+ gefördert.