Auf den Spuren von 1001 Nacht (Tamaris Fontinha Reisebericht aus 2015)

Der Aus­tausch mit der marokkanis­chen Part­neror­gan­i­sa­tion AMEJ geht in eine neue Runde: Unter dem Leit­the­ma ‚Frei­heit‘ lern­ten 9 Jugendliche dieses Jahr auf ein­er Run­dreise Land und Leute ken­nen. Unsere gemein­same Reise begann in Frank­furt. Aus ganz Deutsch­land waren wir mit unseren gepack­ten Kof­fern zum Flughafen gekom­men. Unsere näch­ste Sta­tion hieß Casablan­ca. Nach­dem trotz Zugver­spä­tun­gen alle pünk­tlich an Bord waren, nutzten wir den Nacht­flug, um noch ein­mal Energie zu tanken.

Unsere Reise führte uns durch den Nor­den Marokkos. Auf der Route standen die Städte Rabat, Chefchaouen, Tétouan und Tanger. Immer mit dabei: Unsere Gast­ge­ber von AMEJ, der Asso­ci­a­tion Maro­caine pour l’E­d­u­ca­tion de la Jeunesse. Die waren es auch, die uns nach unserem Flug in Casablan­ca abholten und nach Rabat bracht­en. Rabat ist die Haupt­stadt Marokkos und besticht durch eine teils leb­hafte, teils ruhige Alt­stadt, die am Meer liegt. Mit unseren Begleit­ern besucht­en wir außer­dem das Mau­soleum von Mohammed V. Später besucht­en wir die Nach­barstadt Sale, wo wir zum Tee ein­ge­laden waren. Wir wur­den mit Gebäck und tra­di­tionellem marokkanis­chem Tee ver­wöh­nt, und fre­undlich aufgenom­men, als wären wir alte Bekan­nte. Es gab sog­ar eine Willkom­mensfeier mit tra­di­tionellen marokkanis­chen Klei­dern, Spie­len und Musik. Unsere näch­ste Sta­tion war Chefchaouen. In der ‚blauen Stadt‘ gin­gen wir auf Ent­deck­ungsreise, macht­en eine Führung durch die Kas­bah und wan­derten im umliegen­den Gebirge, wo glasklare, küh­le Flüsse bei heißen Tem­per­a­turen zum Baden ein­lu­den. Als näch­stes fuhren wir nach Tétouan. In den Aus­läufern des Rifge­birges gele­gen hat diese Stadt starke spanis­che Ein­flüsse. Wir besucht­en unter anderem die zum UNESCO-Weltkul­turerbe gehörende Med­i­na und sahen bei ein­er Parade zu, die durch die Stadt zog, um den König zu ehren, dessen Palast eine weit­ere Sehenswürdigkeit dieser Stadt darstellt. Die näch­ste Sta­tion war Tanger. Von dort aus besucht­en wir ein Jugend­camp von AMEJ, wo wieder aus­giebig gefeiert wurde und Asi­lah, eine Stadt mit por­tugiesis­chen Ein­flüssen, die eine Plat­tform für ver­schieden­ste Kün­stler bietet. Die kön­nen ihre Kun­st dort bei regelmäßig stat­tfind­en­den Fes­ti­vals oder an den zahlre­ichen bemal­ten Hauswän­den zeigen. Danach ging es zurück nach Rabat, wo wir Sou­venirs einkauften und noch ein­mal zum tra­di­tionellen Cous­cousessen ein­ge­laden wur­den, bevor es für uns Zeit wurde, heimzureisen. In den zwei Wochen in Marokko haben wir eine fremde Kul­tur ken­nen­gel­ernt, uns in die schö­nen Städte und Land­schaften ver­liebt, und neue Fre­unde gefun­den. Zu schildern, was wir alles von der Reise mitgenom­men haben, würde den Rah­men spren­gen. Ger­ade deshalb kann dieser Pro­gramm­punkt mein­er Mei­n­ung nach selb­st nach so vie­len Jahrzehn­ten noch Jugendliche anziehen und begeis­tern.